Friday, December 11, 2015

Aus Anlass des zehnten Jahrestags der Rebellion der Jugend in den Banlieus



Einige von uns erinnern sich noch sehr gut, wie die Kämpfe unserer jungen Klassenbrüder und –schwestern in Paris und darüber hinaus nach dem feigen Bullenmord an Zied und Bouna auch uns berührten und beeinflussten. 
Ein Aufschrei ging durch Frankreichs Nachbarländer, große Teile der Jugend verspürten auch hier in Deutschland spontan Sympathie mit der gerechtfertigten Rebellion der Vorstadtjugend, bei einigen war das damals auch hier der Moment der Politisierung, der Beweis, dass Widerstand möglich ist und die Erkenntnis, dass dieses mörderische System der Ungerechtigkeit nur im entschlossenen Kampf fallen wird. Dass das Alte zerstört werden muss, wenn man das Neue schaffen will. 

Der hetzerischen Berichterstattung der Lügen-Medien der Bourgeoisie zum Trotz, ging ein Raunen durch die Klassenzimmer der Berufsschulen und Schulen unseres Landes. Die Bilder der brennenden Autos und die vor der kämpfenden Jugend fliehenden Bullen sorgten für Freude und viele strahlende Gesichter. Auch hier brannten damals in Solidarität Bonzenautos und die Massen der Arbeiterjugend konnten den gerechtfertigten Hass auf die Flics – die Bullen – fühlen und als den ihren teilen. 
Darin schwang sowohl der proletarische Internationalismus als auch der aufständische, rebellische, vorwärtstreibende Aspekt der Jugend mit. Man hoffte, diese Rebellion würde niemals enden, man hoffte sie würde überschwappen und all den Dreck, den Schmutz, die Unterdrückung wegfegen.
Heute sehen wir so klar wie nie zuvor die Brutalität dieses Systems, die ihren Ausdruck nach innen neben permanenten Angriffen auf die Arbeitsbedingungen der Werktätigen immer wieder in dem Terror der Bullen gegen das Volk findet. Vor allem die Jugend leidet unter dieser „besonderen Formation bewaffneter Menschen“ (Lenin), die mit Willkür, Schikanen und Unterdrückung die Ordnung der Ausbeuter aufrechterhält und unsere Klasse und die Massen terrorisiert. Mord und Totschlag begleiten diese Schutzstaffel der Bourgeoisie auf ihrem Weg. Auch in Deutschland haben wir viele Tote zu beklagen, doch wie kaum ein anderes Land zeigt die USA auch hierbei die Abscheulichkeit des Imperialismus mit ihrer regelrechten Kampagne von rassistischen Morden an schwarzen Jugendlichen und Erwachsenen in den letzten Monaten durch die Cops und artverwandte Volksfeinde.
Unsere Aufgaben liegen ganz klar vor uns. Der Zorn der Jugend der Migranten-, Armen- und Arbeiterviertel unserer Großstädte kann sich auch hier jederzeit entzünden und zur Revolte und offener Rebellion führen. Die Anzeichen dafür, ob in Neukölln, im Wedding, in Hamburg oder im Ruhrpott sind allgegenwärtig. Wir müssen in eben diese Viertel und „Ghettos“ unserer Klasse, Seite an Seite kämpfend den Hass der Jugend organisieren – ihn zu einer bewussten Kraft im Klassenkampf machen, der unter klarer proletarischer Führung den langen und konsequenten Weg zur sozialistischen Revolution für die umfassende Macht unserer Klasse in diesem Land beschreitet.
Rest in Power Zied und Bouna!
Es lebe die kämpfende Jugend - Rebellion ist gerechtfertigt!
Keine Befreiung ohne Revolution!
Jugendwiderstand
November 2015

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